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Sieben Millionen Euro für Modellprojekt ‚Smart Grid Solar‘ in Hof und Arzberg / Zeil: „Region profitiert von innovationsorientierter Energiewende“

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(LNP) Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil überreicht heute einen Förderbescheid über 5,5 Millionen Euro für die Aufbauphase des Modellprojekts ‚Smart Grid Solar‘ in Hof und Arzberg. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir eine innovationsorientierte Energiewende vorantreiben und dabei unsere Regionen stärken“, erklärt Zeil. Für die Demonstrationsphase fließen dann nochmals 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln.

„In den nächsten fünf Jahren erwarte ich von den Forschern wertvolle Erkenntnisse über Methoden und Technologien, wie  der Stromanteil aus erneuerbaren Energien erhöht werden kann – und das zu vertretbaren Kosten. Für dieses Forschungsvorhaben sind die beiden oberfränkischen Standorte Hof und Arzberg bestens geeignet“, lobt  der Wirtschaftsminister. Die Stadt Hof biete eine urbane Infrastruktur mit vielen Stromverbrauchern und die Stadt Arzberg weise eine ländliche Struktur mit einer hohen Dichte an Photovoltaik-Anlagen auf.

Um den erneuerbaren Stromanteil  – insbesondere aus Photovoltaik – am Erzeugungsmix zu erhöhen und nachhaltig in eine Vollversorgung zu überführen, sind Fortschritte in der Steuerung und Regelung des Stromnetzes durch kurzfristige zentrale und dezentrale Zwischenspeicher nötig. Darüber hinaus müssen Komponenten entwickelt werden, die die Netze im Nieder- und Mittelspannungsbereich stabilisieren. Außerdem sollen Simulations- und Optimierungsmodelle auf Basis gewonnener Daten entstehen, die ein Volllastszenario ‚Erneuerbare Energieerzeugung 2050‘ begleiten und vorhersagen.

Das Besondere an ‚Smart Grid Solar‘ sind die zahlreichen Partner: Das Projekt wird vom bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung ZAE Bayern durchgeführt und von den Kommunen, den regionalen Netzbetreibern Stadtwerke Hof und E.ON Bayern sowie der bayerischen Industrie unterstützt. Als wissenschaftliche Partner sind die Hochschule Hof, die Friedrich Alexander Universität Erlangen Nürnberg, die beiden Fraunhofer Institute IIS und IISB in Erlangen und der Energie Campus Nürnberg beteiligt. „Die breite Unterstützung des Projekts macht deutlich, dass eine technologische Weiterentwicklung der Energieversorgung nur gemeinsam und mit dem Wissen vieler gelingen kann“, betont Zeil.

Aufbau und Durchführung des Modellprojekts sind Teil des Programms ‚Aufbruch Bayern‘ der Bayerischen Staatsregierung und werden mit insgesamt sieben Millionen Euro gefördert. Bei der Förderung kommen auch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zum Einsatz. Das Vorhaben ist für fünf Jahre ausgelegt.

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Prinzregentenstr. 28, 80538 München, Pressestelle: Bettina Bäumlisberger
Tel.: 089/2162-2290, Fax: 089/2162-2614
E-Mail: pressestelle@stmwivt.bayern.de

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