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Huber und Söder: Nürnberg wird Forschungszentrum der Natur / Bionik-Zentrum entschlüsselt Mechanismen aus Tier und Pflanzenwelt / Rund 8 Millionen Euro für Umweltbildung und Forschung

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(LNP) In Nürnberg wird das „Bionicum“ entstehen, ein Forschungs- und Besucherzentrum für die Geheimnisse der Tier- und Pflanzenwelt. Den Startschuss dafür gaben der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber und der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder heute im Tiergarten Nürnberg. Die beiden Minister betonten: „Die Natur ist genialer Lehrmeister und Taktgeber für Forschung und Technik. Wir wollen in Zukunft vermehrt die Errungenschaften der Natur für unser tägliches Leben nutzen. Wie die Wissenschaft von der Natur lernen kann, können Besucher des Tiergartens dann hautnah erleben.“ Das Bionik-Zentrum wird aus zwei Komponenten bestehen: ein Besucherzentrum im Tiergarten mit Dauerausstellung und Workshops auf der einen und wissenschaftlicher Begleitung auf der anderen Seite. Begleitende Forschungsprojekte werden an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt. Insgesamt stehen rund acht Millionen Euro aus der Zukunftsinitiative der Bayerischen Staatsregierung „Aufbruch Bayern“ zur Verfügung. Huber unterstrich: „Das Bionicum in Nürnberg verbindet Forschung mit Umweltbildung vor der besonderen Kulisse eines zoologischen Gartens. Das ist deutschlandweit einmalig.“ Neben der Dauerausstellung, die sich inhaltlich an den bionisch interessanten Tieren des Tiergartens Nürnberg orientieren wird, wird es Bionik-Führungen, Workshops, Fortbildungen, Vorträge oder Seminare geben. Huber: „Wir wollen vor allem junge Menschen für die phänomenale Vielfalt der Natur, deren Innovationen und damit auch die Naturwissenschaften begeistern. Wenn wir früh ihren Entdecker- und Forschergeist wecken, können wir sie für naturwissenschaftlich-technische Ausbildungen gewinnen.“ Die Eröffnung des Bionik-Besucherzentrums ist 2014 geplant. 

Im Rahmen der Bionik-Forschung werden drei konkrete Projekte gefördert: So soll im Forschungsvorhaben „BIOSOL“ die verbesserte Nutzung der Sonnenenergie untersucht werden. „Um Sonnenenergie effizienter zu nutzen, können wir uns an Blumen ein Beispiel nehmen: Sie richten sich nach der Sonne aus. Hier steckt viel Potential für die Energiewende“, erläuterte Huber. Der Bewegungsapparat von Spinnen wird im Projekt „Ohm-Krabbler“ unter die Lupe genommen, um Rückschlüsse für die Hydraulik zu ziehen und Alternativen für klassische Elektromotoren zu finden. Beide Vorhaben werden von der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg umgesetzt. Das Projekt „Künstliche Muskeln“ der Universität Erlangen-Nürnberg setzt sich mit der Verwendbarkeit von künstlichen Muskeln in Industrierobotern auseinander. Ziel ist es, die Herstellung von Robotern ressourceneffizienter zu gestalten.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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