Home Bayern MEIERHOFER: Donauausbau mit Staustufen ist die schlechtere Alternative
Bayern

MEIERHOFER: Donauausbau mit Staustufen ist die schlechtere Alternative

Teilen Sie
Teilen Sie

(LNP) Der heute vorgestellte, vorläufige Ergebnisbericht zum Donauausbau hinsichtlich der Varianten A und C 280 bestätigt die klare Haltung der FDP. Die bayerische FDP lehnt seit langem einen Ausbau mit Staustufen ab. Die finanziellen und ökologischen Nachteile einer Staustufenlösung kommen auch in dem heutigen Bericht zum Ausdruck. Dazu erklärt der Landesgruppenvorsitzende der bayerischen FDP-Bundestagsabgeordneten und stellvertretende Vorsitzende im Umweltausschuss Horst Meierhofer:

„Wie zu erwartenwar, ist die Variante A die aus Umweltsicht vorteilhaftere und die Variante C 280 für den Güterverkehr etwas besser. Dennoch überrascht der vorläufige Ergebnisbericht mit einigen Aussagen: So kostet der Ausbau mit Staustufen im Vergleich mit 260 Mio. € mehr als dreimal so viel wie der sanfte Donauausbau mit 80 Mio. €. Die FDP setzt im Interesse von Bayern auf eine Fortführung des Abbaus von Schulden und einen weiter ausgeglichenen Haushalt.

Auch der verkehrliche Vorteil der Variante C 280 ist kleiner als gedacht: Den niedrigeren Tonnagemengen beim sanften Donauausbau von gerade einmal 14 Prozent stehen erhebliche ökologische Vorteile des sanften Donauausbaus gegenüber.

Nicht nur, dass die Fließgeschwindigkeit der Donau erheblich abnimmt und die Gefahr der Verlandung und Verschlechterung des Wasserzustands vergrößert wird. Auch einzelne Arten sind durch die Staustufe in ihrer Existenz bedroht.

Dazu gehört beispielsweise der Huchen oder auch der Donaulachs, der nur in der Donau und ihren Zuflüssen vorkommt. Dieser riesige und vom Aussterben bedrohte Fisch ist ein einzigartiges Symbol für die Donau und deren Bewohner und gehört für mich genauso zur kulturellen Identität der Donauanrainer wie ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und uns verbindende Traditionen.

Dass mit den Ministern Merk, Söder und Huber sich jetzt auch drei CSU-Minister auf die Seite des sanften Donauausbaus geschlagen haben, zeigt, welche Variante die besseren Argumente aufweisen kann. Im Interesse einer verbesserten Situation für Verkehr und Umwelt sollte sich jetzt auch Horst Seehofer zeitnah zum sanften Donauausbau bekennen.“

Andreas Dietrich
Pressesprecher der bayerischen FDP-Landesgruppe
im Deutschen Bundestag
FDP Bayern
Rindermarkt 6
80331 München
Tel.: 089 / 126 009 – 25
Fax: 089 / 126 009 – 30
andreas.dietrich@fdp-bayern.de
www.fdp-bayern.de

Teilen Sie

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
CO2-Reduzierung Illustration, Bild: pixabay.com
AllgemeinBayern

Jugendherbergen in Bayern reduzieren CO2-Ausstoß deutlich

Emissionen sinken auf 9 kg CO2 pro Gast und Übernachtung Umfassendes und...

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte
BayernWissenschaft

Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Schuppenflechte

Was tun bei Schuppenflechte? Was kann man tun? Aktuell veröffentliche Studie der...

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen
AllgemeinBayern

Durchleuchtet: Die Geheimnisse der Chiffriermaschinen

60 Chiffriergeräte aus der Sammlung des Deutschen Museums werden in einem speziellen...

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro
AllgemeinBayern

Bayerische Hochschulen erhielten rund 167,5 Millionen Euro

Zuwachs an Fördergeldern um acht Prozent Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu hervorragendem Abschneiden...