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Soziale Ungleichheit weltweit verstehen: VolkswagenStiftung fördert

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Soziale Ungleichheit weltweit verstehen: VolkswagenStiftung fördert
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VolkswagenStiftung fördert Projekt der Uni Köln

Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheiten und Arbeitsausbeutung in globalen Kontexten

(lnp) 1,2 Mio. Euro Förderung mit Kooperationspartnern in China und Äthiopien. Ein neues Forschungsprojekt am Global South Studies Center der Universität zu Köln wird erforschen, wie und wo soziale Ungleichheiten entstehen und fortlaufend hergestellt werden.

Das Projekt „Die Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheiten: Globale Kontexte und Konzepte der Arbeitsausbeutung“ haben die Professorinnen Michaela Pelican (Institut für Ethnologie) und Ulrike Lindner (Historisches Institut) bei der VolkswagenStiftung in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro eingeworben. Ihr internationales Forschungsvorhaben wird gemeinsam mit Professorin Dr. Tu Huynh (Jinan University, Guangzhou/China) und Professorin Dr. Meron Zeleke Eresso (Addis Ababa University, Äthiopien) für die Dauer von vier Jahren durchgeführt.

Das Projekt widmet sich Fragen wie: Welche Konzepte und Akteure haben Einfluss auf die Herstellung und Reproduktion sozialer Ungleichheiten? Inwiefern spielt die Ausbeutung von Arbeitskräften eine Rolle in der Entstehung und Manifestation dauerhafter Ungleichheiten? Warum haben alte Konzepte der Arbeitsausbeutung im Kontext der zunehmenden globalen Ungleichheiten wieder an Bedeutung gewonnen (z. B. „moderne Sklaverei“)?

Professorin Dr. Michaela Pelican erklärt: „Die Besonderheit unseres Projekts liegt in seinem transdisziplinären und umfassenden Ansatz zum Verständnis sozialer Ungleichheit. Viele wissenschaftliche Debatten hierüber sind in ihren jeweiligen Disziplinen verwurzelt, wir dagegen arbeiten an der Schnittstelle historischer und ethnologischer Diskussionen zu den Themen Ungleichheit, Arbeitsgeschichte, Arbeitsmigration, Arbeitsausbeutung und Konzeptgeschichte.“

Professorin Dr. Ulrike Lindner: „In Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus dem globalen Süden wollen wir in den nächsten Jahren ein gerechteres und repräsentativeres Verständnis von sozialer Ungleichheit entwickeln, indem wir die Wissensproduktion zwischen Süd-Nord und Süd-Süd verbinden und so zur Dezentrierung und Überwindung epistemischer Ungleichheiten beitragen.“

Das Projekt umfasst vier Teilprojekte, die sich mit der Ausbeutung von Arbeit in verschiedenen Teilen des Globalen Südens sowohl aus historischer als auch aus zeitgenössischer Perspektive befassen.

Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Michaela Pelican
Institut für Ethnologie der Universität zu Köln
+49 221 470 3515
mpelicanSpamProtectionuni-koeln.de

Quelle: Pressemitteilung Universität Köln 17.12.2019.
Bildquelle: pixabay.com

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